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Kari -  die schöne Griechin

 

Mit nur wenigen Monaten kam Kari durch eine Tierschutzorganisation nach Deutschland - ins Tierheim nach  Riesa. Ein Trauma für  einen Hund, der seine Prägephase auf Griechenlands Straßen verbracht hatte, vielleicht in einem halbwilden Rudel gelebt und in dieser Zeit keinen Kontakt zum Menschen hatte. Die Prägephase (2. bis ca. 16. Woche) ist für Hunde eine intensive Lernphase, in der neuronale Verbindungen im Gehirn hergestellt und gefestigt werden, die später nur sehr schwierig gebildet werden können. Unterbleibt diese Verknüpfung, werden die Hunde lebenslang in neuen Situationen ängstlich und unsicher sein. Der Hund hat Angst, weil er nichts gelernt hat und lernt nichts, wenn er Angst hat.

 

Und so verhielt sich Kari  auch. Es gab nichts, wovor sich die junge Hündin nicht fürchtete und in Panik geriet.  Liebgemeinte Streicheleinheiten der Tierpfleger verstärkten nur noch ihre Angst und Unsicherheit. Wohl fühlte sie sich nur in der Nähe ihrer Artgenossen.

 

Unsere ersten gemeinsamen Spaziergänge waren eine Katastrophe für Mensch und Hund. Nach über 30 Jahren Hundeerfahrung stand ich vor einem echten Problem. Trotzdem nahm ich die Hündin bei mir auf und es begann für uns beide ein intensiver Lernprozess. Die ersten Wochen und Monate konnte Kari nur angeleint die Wohnung verlassen, sie hielt immer soviel Distanz, wie die Leine zuließ, intensiven Blickkontakt erträgt sich auch heute nur schwer und fühlt sich dadurch bedrängt. Leckerli ignorierte sie sehr lange Zeit.  Hilfe holte ich mir über einschlägige Literatur, Internetforen, Hundetrainer und Verhaltenstherapeuten, Heilpraktiker und auch telepatische Kommunikation lies ich nicht aus.

 

Mit unendlich viel Geduld und Empathie, mit dem Ignorieren ihrer Ängste und mit häufigem Kontakt zu ihren Artgenossen, besonders zu ihrer besten Hundefreundin, der Irish Setter Hündin Bonny, hat sich Kari zu einer Hündin entwickelt, die ohne Leine spazieren gehen kann und auf Zuruf kommt, gern Auto fährt, einige Kommandos  beherrscht und auch Besucher anmeldet, nachdem sie lange Zeit gar nicht mehr gebellt hat.

 

Mittlerweile sind 2 Jahre vergangen und Kari ist auch heute noch sehr distanziert Menschen gegenüber, möchte auch nicht angefasst werden, hat große Angst vor Wind und fremden Situationen, sie geht auch heute noch nicht allein in den Garten.  Am allerschönsten ist es, wenn Kari mit ihren Artgenossen zusammen ist, mit ihnen spielt und herumtobt. 

Monika Steinchen, Mitglied im Tierschutzverein

Am 9.12.2019 hat sich der Lebenskreis von Kari geschlossen und wir mussten sie nach einer schweren Krebserkrankung von ihrem Leiden erlösen.

© by Tierschutzverein Riesa und Umgebung e.V.